„Die terminologischen Gewänder…

Dies führte uns direkt dazu, auf die Verwendung bestimmter Begriffe und Formulierungen zu verzichten. Den Begriff „Flüchtling“, beispielsweise, vermeiden wir weitgehend und ersetzen ihn durch jenen des „geflüchteten Menschen“. Auch dieser Begriff ist nicht von all unseren Zweifeln enthoben. Dennoch trägt er das Wort „Mensch“ in sich und weist damit auf das zentral Verbindende hin, das immer unabhängig von der Eigenschaft, geflüchtet zu sein, besteht. Wir hoffen, durch diese Begriffsabkehr einer diskursiven Praxis, die überhaupt erst konstruiert, was sie bezeichnet, entgegenhalten zu können.

Von grundsätzlichem Charakter ist sodann unser Bestreben, unserem Schreiben und Denken jenes ökonomischen Denkkategorien entspringende Vokabular nicht zu unterlegen, das sich gerade dadurch auszeichnet, gegenüber den Sachverhalten und Abläufen, die es zu erfassen sucht, indifferent zu bleiben: Nicht um x-beliebige Produkte geht es uns – Menschen sind es, mit und zwischen denen wir Beziehungen knüpfen und aufrechterhalten. Stets wollen wir diesem Umstand gerecht werden und niemals soll er in Vergessenheit geraten.